Der Verein „Kinderkrippe Menschenskinder e.V.„
wurde im November 1996 gegründet. Wir sind vom Landesjugendamt und
als Freier Träger der Jugendhilfe anerkannt und zum 1.1.2000 auch
in den Krippen- und Hortentwicklungsplan des Stadtverbandes Saarbrücken
aufgenommen worden. Dies bedingt die anteilmäßige öffentliche
Finanzierung der Personal- und Sachkosten. Ziel des Vereins ist neben
der bedarfsgerechten Kinderbetreuung auch ein Aufbrechen der Isolation,
die die Familienphase in der ersten Zeit mit Baby und Kleinkind oft mit
sich bringt. Dies wird über die Einrichtung der Kindergruppe mit
festen Betreuungsplätzen hinaus umgesetzt durch die verschiedensten
Angebote für Mütter, Väter und Familien, wie z.B. Spielkreise,
Krabbelgruppen, Kursangebote etc.
Elternarbeit im Verein
Die Eltern werden Mitglied im Verein und können
damit alle Angebote nutzen. Regelmäßig mitarbeitende Eltern
und KursleiterInnen werden nach einem für alle Tätigkeiten gleich
gehaltenen, vergleichsweise niedrigen Stundensatz für ihren Einsatz
entlohnt. Einmalige Leistungen wie z.B. Reparatur- oder Bastelarbeiten
bzw. handwerklicher Einsatz oder das Wäschewaschen und Putzen, Einkaufen
und kleinere organisatorische Aufgaben werden von den Eltern als selbstverständlicher
Beitrag ohne Entlohnung in festgelegtem Umfang (z.Zt. 2 Zeitstunden monatlich
pro Elternpaar, 1 Std. für allein Erziehende) vorausgesetzt. Das
Gleiche gilt für die Teilnahme an einmaligen Aktionen mit den Kindern,
z.B. Spaziergänge oder Veranstaltungen wie z.B. Flohmärkte,
Sommerfest etc. Diese Aktionen werden vorher angekündigt und geplant.
Der engagierte Einsatz der Eltern ist unter anderem
aus finanziellen Gründen unerläßlich, da sich die Einrichtung
nur dann selbständig trägt. Zudem soll den Eltern ermöglicht
werden, ihre jeweiligen individuellen beruflichen, handwerklichen, kreativen,
organisatorischen und persönlichen Fähigkeiten in den Verein
einzubringen und damit für alle Beteiligten eine Einrichtung zu schaffen,
in der sich Kinder und Familien wohlfühlen und sich entsprechend
ihrer Fähigkeiten optimal entwickeln können. Nur durch eine enge Zusammenarbeit zwischen Eltern
und ErzieherInnen kann auch gewährleistet werden, dass das Kind den
Gegensatz zwischen seinem Zuhause und der Kindergruppe nicht als Bruch
erlebt, sondern als Verknüpfung von zwei Lebenswelten. Uns ist daher
daran gelegen, z.B. über wichtige Ereignisse im Leben des Kindes
informiert zu werden (z.B. Umzug, bevorstehende Geburt eines Geschwisterkindes
etc.), um diese aufgreifen und das Kind im Prozess der Verarbeitung unterstützen
zu können. Es finden regelmäßig Elternabende statt,
bei denen sowohl die ErzieherInnen als auch der Vorstand anwesend ist
und ein Austausch untereinander möglich ist. In der Regel sollen
Abstände von etwa 3 Monaten eingehalten werden, bei Bedarf werden
häufiger Elternversammlungen einberufen. Die regelmäßige
Teilnahme der Eltern wird als selbstverständlich vorausgesetzt, da
die Struktur der Elterninitiative mit sich bringt, daß wesentliche
Entscheidungen gemeinsam abgestimmt werden. Weiterhin können alle
Eltern bei Wunsch und Bedarf über die täglichen kurzen Austauschgespräche
beim Bringen und Abholen der Kinder hinaus Einzelgespräche mit den
ErzieherInnen vereinbaren. Zum Austausch der Eltern untereinander gibt es bei
Bedarf von den Elternvertretern einberufene Versammlungen. In unregelmäßigen
Abständen werden Abendveranstaltungen angeboten, z.B. Referenten
für einen Vortrag zu bestimmten Themen, die das Umfeld der Familien
betreffen, eingeladen. Fester Bestandteil des Jahres sind z.B. auch ein
Sommerfest, die Weihnachts- oder Nikolausfeier und ein gemeinsamer Martinsumzug
mit vorherigen Basteltreffen.
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